Wülfershausen (hf). Bislang war der Mannschaftstransportwagen (MTW) der Wasserwacht im BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld in einer Unterstellhalle des Bauhofs in Wülfershausen  abgestellt. Nachdem diese aber abgerissen wurde, gab es zunächst eine provisorische Unterstellmöglichkeit im Freien. Diese wird jedoch bald der Vergangenheit angehören, denn eigentlich hätte man am Wochenende den Richtbaum an der neuen Unterstellhalle der Wasserwacht Wülfershausen aufrichten können. Symbolisch tat das Kreiswasserwacht-Vorsitzender Bernd Roßmanith mit der gesamten Mannschaft durch das Eindrehen der letzten Schraube am Dachgebälk. Rund 300 solcher Schrauben waren notwendig und mindestens noch einmal 12.000 Klammern, sagt der Wasserwacht Vorsitzende. Sein Dank galt aber allen Helfern der Kreiswasserwacht, die mit angepackt haben. „Das ist ein echtes Gemeinschaftswerk“.

Durch diese Eigenleistung wurden dem BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld rund 6.600 Euro eingespart. Dieser finanziert die Baumaßnahme mit insgesamt 30.000 Euro. Die neue Unterstellhalle ist in Holzbauweise erstellt, 12,75 Meter lang und sechs Meter breit. Bis zum Pultdach sind es 3.50 Meter. Die neue Halle ist isoliert, das heißt, frostsicher, erläutert Stefan Bergmann von der Wasserwacht Wülfershausen. Die Halle dient künftig als Unterstellmöglichkeit für das Einsatzfahrzeug der Wasserwacht Wülfershausen mit dem Geräteanhänger. Auf diesem befinden sich alle für einen Ernsteinsatz notwendigen Ausrüstungsgegenstände, ebenso ein Schlauchboot.

Als Standort für dieses Fahrzeug ist Wülfershausen aus zweifacher Hinsicht ideal, erläutert Bernd Roßmanith. Zum einen hat der BRK Kreisverband in der Gemeinde eine überaus aktive und sehr gut ausgebildete Mannschaft, zum anderen liegt Wülfershausen im Landkreis Rhön-Grabfeld zentral. „Es hätte keinen Sinn, wenn der Anhänger in Bad Neustadt stehen würde, wir einen Einsatz im östlichen Landkreis haben und erst von Bad Neustadt den MTW mit Geräteanhänger holen müssten,“ fügt Rüdiger Arbes, Vorsitzender der Wasserwacht Wülfershausen an. Wirft man einen Blick auf die Karte des Landkreises, macht dies der Standort Wülfershausen deutlich. „Wir liegen zentral und können im Ernstfall sofort mit dem notwendigen Gerät ausrücken, ohne lange fahren zu müssen.“

In diesem Zusammenhang verweisen Bernd Roßmanith und Stefan Bergman auf ortsansässige Unternehmen im Betonbau, Holzbau oder auch Malerbetrieb. Sie alle haben ihre Arbeitskraft eingebracht. Die notwendigen Materialen wurden natürlich vom BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld finanziert, die Arbeiten vor Ort dann weitgehend auf ehrenamtlicher Basis übernommen. Die Idee für eine eigene Unterstellhalle wurde bereits vor zwei Jahren erstmals besprochen, sie wurde dann mit dem Abriss der alten Bauhofhalle der Gemeinde Wülfershausen, in der das Wasserwacht Fahrzeug bisher stand, aktuell. So wurde ein Bauantrag eingereicht und nach dessen Genehmigung vor gut zwei Wochen mit den Arbeiten  begonnen. Nun wird als nächstes das Dach mit Trapezblech fertig gestellt, die Fenster eingebaut und das Rolltor angebracht. Dann folgt das Verputzen und schließlich die offizielle Übergabe Ende April oder Anfang Mai.

Schreibe einen Kommentar